Illegale Schleppnetzfischerei
Illegale Schleppnetzfischerei

Illegale Schleppnetzfischerei

Illegale Schleppnetzfischerei

Das Mittelmeer und seine Fischbestände sind bedroht, das ist bekannt. 

Im Kanal von Südsardinien werden aus diesem Grund vermehrt nächtliche Kontrollen durchgeführt um illegale Schleppnetzfischerei zu verhindern. Aber nicht nur die Fischbestände sind durch diese skrupellosen Fischer bedroht, auch nächtlich sich auf dem Wasser befindliche Segelschiffe und Motorboote, haben keine Chance, die Fischer auf dem Wasser auszumachen, sofern sie kein Radar an Bord haben.

Hemmungslos betreiben manche Fischer illegales Schleppnetzfischen z.B. im Kanal von Südsardinien, am Capo Comino (Ostküste) – das hat die Autorin bei nächtlichem Segeln selbst erfahren – und rund um Sardinien, zu Zeiten in den das Fischen verboten ist und auch in Seegebieten, in denen strenge Verbotsregeln gelten. Dabei werden vorhandene AIS (Automatic Identification System und Kollisionwarnsysteme) bewusst deaktiviert und die gesamte Befeuerung in der Nacht ausgeschaltet. Die Boote sind für andere Bootsführer als Schatten in dunklen Nächten nicht mehr auf dem Wasser zu sehen.

Lt. La Nuova Sardgna vom 07.07.2021, wurden in der vergangenen Nacht mehrere illegal fischende Berufsfischer auf frischer Tat ertappt. Zu verdanken war dies den „Finanzieri del Reparto Operativo Aeronavale di Cagliari“. Durch nächtliche Flugeinsätze mit einem neuen Corps-Hubschrauber und dessen modernen und leistungsstarken Ortungssystemen konnten die Piloten der Elmas Air Section die Aktivitäten der Fischer erkennen. Nach Einbruch der Nacht, versuchten sich mehrere mittelgroße Boote an der Küste bei deaktiviertem AIS in Sperrgebieten zu positionieren. Auch wurden die Entfernungen zur Küste nicht eingehalten.

In einer anderen Situation wurde der Kapitän eines Fischerbootes nachts mit ausgeschalteten Navigationslichtern von dem Hubschrauber abgefangen.

Grausam benutzen diese Fischer Netze im seichten Wasser und kratzen den Meeresboden auf. Sie verursachen damit irreparable Schäden an der Meeresfauna und töten alle noch nicht ausgewachsenen Fische und Meerestiere, die noch nicht zur Fortpflanzung fähig sind.

Gegen die jüngst gefassten Berufsfischer wurden Geldstrafen in Höhe von insgesamt mehr als EUR 10.000,00 verhängt und in manchen Fällen wurde Strafanzeige wegen des Verstoßes für die Sicherheit der Schifffahrt bei Nacht erhoben.

Die Guardia Finanza überwacht Sardinien bei Tag und Nacht, auch um das Ökosystem des Meeres zu schützen, was von illegalen Fischern vorsätzlich angegriffen wird und was damit den ehrlichen Fischern wirtschaftlichen Schaden zufügt.

Für die Richtigkeit der hier veröffentlichen Informationen und Übersetzungen wird keine Gewähr übernommen.

Quelle: La Nuova Sardegna