26.07.2021 – Ein weiterer Flammentag
26.07.2021 – Ein weiterer Flammentag

26.07.2021 – Ein weiterer Flammentag

Ein weiterer Tag mit Flammen auf Sardinien –  viele Brände wurden gelöscht, andere Ausbrüche sind noch aktiv

Massive Verwüstung Tausende Hektar Land in Schutt und Asche.

Die verwüsteten Gebiet sind Santu Lussurgiu, Cuglieri, Tresnuraghes, Flussio, Sennariolo, Usellus, Porto Alabe, Scano di Montiferro und Cabras.
Die Besorgnis ist immer sehr groß, insbesondere hinsichtlich der möglichen Windrichtungen, die die Brandfront verschieben könnten.

Die Rettungskräfte sind nach wie vor im Einsatz, aktuell werden noch vier aktive Feuer bekämpft. Immer noch Flammen in Suni und Ausbrüche in Santu Lussurgiu. Etwas beruhigt hat sich die Situation in  Villaurbana, in der Region Oristano, Sindia (Region Nuoro), wo neben dem Einsatzkommando am Boden noch zwei Hubschrauber im Einsatz sind. 50 Einwohner von Cuglieri und 30 Personen des Altersheims Borore sind noch nicht wieder in ihre Wohnungen zurückgekehrt (La Nuova Sardegna).

Von allen Seiten treffen Solidaritätsbotschaften an die betroffene Bevölkerung ein, an die Züchter und Landwirte, die unabsehbare Schäden erlitten haben, zusammen mit den vielen Hilfsangeboten mit Betten, Tierfutter, Transportmitteln.

Die Politik ist sich einig: “Konkrete Hilfsmittel sind schnellstens gefragt und müssen innerhalb weniger Stunden zur Verfügung gestellt werden.”

Diese Brände müssen auch als eine Warnung verstanden werden, um die regionalen Prozesse bei der Prävention und Bekämpfung von Bränden zu fördern. Es muss eine Struktur aufgebaut werden, die im Notfall ausreichend Personen, Fahrzeuge und Flugzeuge sowie moderne Technologie (Echtzeitalarm) zur Verfügung stellt.

Die Bischöfe Sardiniens sprechen die Hoffnung aus, dass alle Verantwortlichen für die Brände zur Rechenschaft gezogen werden.

 

“Montiferru Fire Emergency”

Die Diözese Alghero-Bosa eröffnet einen Fond mit 50.000 Euro zur Hilfe für die betroffene Bevölkerung sowie die Bauern, die unkalkulierbare Schäden erlitten haben.
Die Diözese startet ab sofort eine Spendensammlung.
Wer helfen möchte, kann Spenden an den Fond mit dem Namen “Montiferru Fire Emergency” überweisen mit folgender Bankverbindung:

IBAN IT 57 D 01015 84890 000070770491

Tiere hilflos im Feuer gefangen, eine weitere Tragödie

In den Wäldern durch das Feuer gefangene Tiere verbrannten lebendig, es blieb keine Zeit weitere Tiere aus Zäunen, Ställen und Unterständen zu befreien.

In diesen Stunden des Wettlaufs gegen die Zeit, in denen das Feuer nie nachgelassen hat, haben sich die Enpa-Freiwilligen (Ente nationale protezione animali) und die Enpa Zoofile Guards verpflichtet, so viele Tiere wie möglich zu retten.

Die traurige Bilanz

Das Tierheim in Cabras wurde vollständig zerstört,  30 Hunde konnten gerettet werden,
für eine Katzen-Zucht in Oristano kam jede Hilfe zu spät, 28 Katzen starben.

Ein Besitzer einer Zucht wurde nach der Rettung von zwei Hunden durch ein einstürzendes Dach verletzt und wurde ins Krankenhaus eingeliefert.

“Eine Tragödie, die hätte vermieden werden müssen – sagt Carla Rocchi, Präsidentin der nationalen Tierschutzbehörde.
Trotz der sehr hohen Zahl von Rangern kommt es jedes Jahr auf Sardinien zu Bränden, und die Region zeigt erneut die übliche Ineffektivität, sie zu verhindern, da es an einer konkreten Überwachung mangelt. (La Nuova Sardegna).